von Michelle Wegener
Während sich manche riesig über den jährlichen Kalender freuen, verdrehen andere schon bei dem Gedanken an ein weiteres Foto-Geschenk den Kopf.
Als Fotografin bin ich überzeugt davon, dass Bilder gedruckt werden und nicht auf der Festplatte in Vergessenheit geraten sollten.
Mit Ostern, Mutter- und Vatertag vor der Tür zeige ich dir ein paar Möglichkeiten, wie du deine Bilder verschenken kannst. Für gemeinsame Erinnerungs-Momente.
Warum Foto-Geschenke eine gute Idee sind
Für mich als Fotografin gibt es nichts Schöneres als meine Bilder gedruckt zu sehen.
Ich bin überzeugt davon, dass sie gedruckt noch wertvoller sind und einen größeren Einfluss auf uns und unsere Kinder haben können, wenn wir sie anfassen können.
Also habe ich mir immer die Mühe gemacht und für die Großeltern zu Weihnachten ein Fotobuch mit Bildern aus dem letzten Jahr erstellt. Ich dachte, so könnten sie an unserem Jahr teilhaben und die Entwicklung ihres Enkelkindes mitverfolgen auch, wenn sie weit entfernt wohnen.
Letztes Jahr habe ich es dann einfach nicht geschafft und habe als „Notlösung“ wieder Foto-Kalender verschenkt. So wie früher, bevor wir ein Kind hatten.
Ich dachte, das Fotobuch reiche ich dann irgendwann nach.
Nun war vor ein paar Wochen meine Mutter zu Besuch. Sie hat unsere Fotobücher, die sie noch nicht kannte angeschaut und beiseitegelegt. Und irgendwann sagte sie dann: „Es ist so schön, dass du uns mal wieder einen Kalender geschenkt hast.“
Oh. Okay. Ich war verwirrt. Also froh, dass sie sich gefreut hat, aber ich dachte ja, das war nur das Trost-Geschenk.
Nun ja. Es stellte sich raus, dass meiner Mutter ein Kalender viel lieber ist als ein Fotobuch, weil sie da jeden Tag drauf schaut. Auch wenn sie nicht bewusst daran denkt.
Es ist also nicht so, dass das Fotobuch kein gutes Geschenk war, nur eben nicht das passendste.
Deshalb habe ich ein paar Ideen für Foto-Geschenke gesammelt. Manche kennst du sicherlich schon, andere sind vielleicht neu.
Ich bin überzeugt davon, dass sich die meisten Menschen über Fotos von (sich und) ihren Liebsten freuen und wir nur das passende Format finden müssen.
Ein Fotobuch ist ein absoluter Klassiker und kann doch so unterschiedlich aussehen und wirken.
Von dem automatisch in einer App erstellten Buch mit Handyfotos bis zu dem hochpreisigen Produkt, bei dem jedes Detail individualisiert werden kann. Die Bandbreite ist groß, was es so vielfältig einsetzbar macht.
Als Jahresrückblick oder als Erinnerung an einen gemeinsamen Urlaub. Gefüllt mit Schnappschüssen und Chat-Auszügen oder klein, aber fein mit Fotos professioneller Fotografinnen.
Dadurch, dass es (je nach finanziellem Spielraum) möglich ist, dass Buch genau an die Beschenkten anzupassen, findet man hier eigentlich immer eine passende Option.
Wenn man Kinder hat, die gerne basteln, kann man auch zu der Old-School-Variante wechseln, bei der die Bilder selbst eingeklebt und die Seiten nach Belieben verziert werden können.
Personalisierte Wandposter sind sicher nicht für alle was, aber doch eine sehr schöne Möglichkeit ein Bild noch um Worte zu ergänzen, die Wertschätzung ausdrücken.
Diese sind besonders beliebt unter Verliebten oder auch zum Vater- oder Muttertag.
Hierbei ist zu beachten, dass Wandfläche benötigt wird. Wenn du also weißt, dass die beschenkte Person Dachschrägen hat und alles an Stauraum ausnutzen muss, wäre das ein eher unpassendes Geschenk oder es sollte zumindest auf ein kleines Format geachtet werden.
Schöne Poster gibt es zum Beispiel bei der Kartenmacherei (www.kartenmacherei.de/anlaesse/muttertag-fotogeschenke/poster.html).
Ein weiterer Klassiker: Ein gedrucktes Foto in einem schönen Rahmen.
Die Auswahl an Größen und Rahmen ist riesig, sodass für jede*n etwas dabei ist.
Auch hier ist es hilfreich, wenn man weiß, wie viel Platz zur Verfügung steht, um die Größe anzupassen.
Eine schöne und etwas ausgefallene Variante, die man auch gut selber basteln kann, ist ein schwebender Bilderrahmen. Also ein Rahmen, der den Eindruck vermittelt, das Bild würde schweben.
Eine gute Anleitung dazu findest du zum Beispiel bei Luisa von schere leim papier (www.schereleimpapier.de/2020/10/13/bilderrahmen-selber-machen/).
Fine Art Prints sind das nächste Level von gedruckten Bildern. Die Papiere sind besonders hochwertig und bestechen durch ihre verschiedenen Materialien, Oberflächen und Texturen und die damit verbundene Haptik.
Während manche total überzeugt davon sind, lohnt es sich für andere nicht, weil man sie hinter Glas sowieso nicht mehr anfassen kann bzw. man im Ikea-Rahmen den Unterschied nicht mehr sieht.
Wenn du selbst oder die beschenkte Person ein Fan von hochwertigen Materialien (b)ist, würde ich auf jeden Fall Probedrucke machen und schauen, was dich anspricht.
Ein digitaler Bilderrahmen eignet sich vor allem für Personen, die wenig Platz haben, aber viele Bilder oder auch für ältere Menschen, die gerne aktuelle Bilder von ihren Liebsten anschauen.
Meiner Oma haben wir mal einen geschenkt und alle Familienmitglieder konnten über eine App jederzeit neue Bilder auf den Rahmen laden.
So mussten wir uns nicht darum kümmern, Bilder auszudrucken und zu ihr zu schicken und sie konnte ganz unkompliziert an dem Leben ihrer Enkel*innen und Urenkel*innen teilhaben.
Hier ist es wichtig darauf zu achten, wo die Bilder gespeichert werden, damit sie nicht irgendwo landen, wo wir sie gar nicht haben möchten.
Als ich für diesen Blog-Artikel nach Foto-Geschenken gesucht habe, die auch ich noch nicht kenne, bin ich über die Foto-Lampen von Lena von kleinformat (https://kleinformatlampen.de/collections/alle-fotolampen) gestolpert.
Während sie mir persönlich zu unruhig wären, finde ich es eine wunderschöne Möglichkeit viele Bilder unterzubringen, die man jederzeit austauschen kann.
Auch für Kinderzimmer finde ich es eine total schöne Idee. Wenn die Verwandten weit weg wohnen oder Oma und Opa sogar schon verstorben sind, können die Kinder sie so trotzdem jeden Tag sehen und sich an die gemeinsamen Momente erinnern.
Das wohl am meisten verschenkte Foto-Produkt. Während wir früher die Bilder noch selbst eingeklebt und jeden Monat händisch verziert haben, lassen sie sich jetzt komplett digital erstellen.
Durch die Vielzahl an Formen, Formaten, Papieren, Hintergründen und Design-Möglichkeiten lassen sie sich super an die Beschenkten anpassen.
Für manche ist es vielleicht der klassische Wandkalender mit viel Platz um Termine einzutragen; andere freuen sich über einen Tischkalender, den sie sich auf den Schreibtisch stellen können und wieder andere über einen ganz simplen Kartenkalender, in dem die Bilder die Hauptrolle spielen.
Sowohl aus meiner eigenen Erfahrung als auch aus Aussagen von Umfrage-Teilnehmer*innen schließe ich, dass es Foto-Geschenke gibt, die zwar gut gemeint sind, aber nur in den wenigsten Fällen wirklich für Freude sorgen.
Dazu zählen Tassen, Schlüsselanhänger, Magnete und Kissenbezüge.
Ich bin aber sicher, es gibt Ausnahmen und wenn du in deinem Umfeld jemanden hast, der*die sich auf jeden Fall darüber freut: Go for it!
Es gibt jede Menge verschiedene Foto-Geschenke. Viele wirklich schön, andere nützlich und manche vor allem kitschig.
Wem was gefällt, wisst ihr wahrscheinlich am besten.
Es muss nicht immer perfekt sein, aber wirklich: Druckt die Bilder. Nutzt sie. Schaut sie euch an. Erweckt sie zum Leben.
Natürlich ist es total wertvoll überhaupt Fotos zu haben, aber solange sie auf eurer Festplatte verstauben, laden sie nicht zum Fragen Stellen und Geschichten Erzählen ein.
Und genau darum geht es doch: Zusammensein. Erinnerungen teilen. Gemeinsam fühlen.
Weil ihr seid, was zählt.
Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast, Fotos zu verschenken, ist es Zeit für aktuelle Fotos.
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ist dokumentarische Familien-, Geburts- & Hochzeitsfotografin, Sportwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Schwangerschaft & Postpartum sowie Expertin für Säuglings- und Kleinkindernährung in Freiburg im Breisgau und Umgebung.
Ehrlichkeit, Respekt und Empathie sind die Werte, die ihr Leben und ihre Arbeit prägen und es ihr ermöglichen Familien wertschätzend abzuholen und zu begleiten.